Eine Pelletheizung kostet im Einfamilienhaus mit Lager, Pufferspeicher und Einbau meist 20.000 bis 30.000 €. Die KfW fördert davon bis zu 28.000 €: mit 30 % Grundförderung, im selbst bewohnten Haus beim Ersatz einer Ölheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung derzeit mit 46 % und mit Einkommensbonus mit bis zu 70 oder 80 %. Im Betrieb haben die Pellets zuletzt kräftig angezogen: Im September 2026 kostete die Tonne 454 €, rund 36 % mehr als ein Jahr zuvor. Eine Pelletheizung ist damit im Betrieb etwas günstiger als eine Gasheizung zum heutigen Neukundenpreis, aber teurer als eine gut laufende Wärmepumpe.
Das Wichtigste in Kürze
- Anschaffung inklusive Lager und Einbau: typisch 20.000 bis 30.000 €, bei aufwendigem Umbau bis rund 38.000 €.
- Förderung: 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus für Selbstnutzer beim Ersatz alter Öl- oder Gasheizungen, Einkommensbonus bis 40 %. Förderfähig sind höchstens 28.000 €.
- Der Klimabonus sinkt ab 1. Februar 2027 alle sechs Monate. Die frühere Pflicht, Pellets mit Solaranlage zu kombinieren, ist entfallen.
- Pellets kosten derzeit 9,1 ct pro kWh. Ein Einfamilienhaus braucht je nach Wärmebedarf 3 bis 5 Tonnen im Jahr.
- Am meisten Sinn ergibt die Pelletheizung in Häusern mit hohem Wärmebedarf und hohen Vorlauftemperaturen, besonders anstelle einer Ölheizung.
Was kostet eine Pelletheizung?
Eine Pelletheizung besteht aus mehr als dem Kessel. Dazu gehören ein Lager für die Pellets, ein System, das die Pellets zum Kessel bringt, ein Pufferspeicher und der passende Abgasweg. So setzen sich die Pelletheizung-Kosten im Einfamilienhaus zusammen:
Posten | Übliche Spanne |
|---|---|
Pelletkessel mit Regelung (10–15 kW) | 9.000 – 15.000 € |
Pelletlager: Gewebetank | 1.000 – 2.500 € |
Pelletlager: Kellerraum ausbauen | 1.500 – 3.500 € |
Pelletlager: Erdtank oder Außensilo | 3.000 – 6.000 € |
Fördersystem (Schnecke oder Saugsystem) | 1.500 – 4.000 € |
Pufferspeicher | 1.000 – 3.000 € |
Schornstein oder Abgasleitung anpassen | 1.500 – 2.500 € |
Montage, Inbetriebnahme, hydraulischer Abgleich | 2.500 – 6.000 € |
Rückbau eines alten Öltanks (falls vorhanden) | 2.000 – 3.500 € |
Quellen: energiefluss24 (August 2026), ADAC (Juli 2026), Paradigma nach Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (2024), heizungsbau.net (2024). Je nach Haus fallen nicht alle Posten an.
Warum die Angaben so weit auseinandergehen
Wer nach „Pelletheizung Preis“ sucht, findet Werte von 13.000 bis 40.000 €. Der Grund ist, dass verschiedene Dinge verglichen werden. Hersteller nennen oft einen Systempreis für Kessel, Gewebetank und Montage, ohne Schornstein und ohne Umbau. Der Hersteller Paradigma zitierte 2024 eine Rechnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die für einen vollständigen Umbau mit Frischwasserstation, Kaminsanierung und Abgleich auf 28.000 bis 38.000 € kam. Für ein typisches Einfamilienhaus mit Gewebetank oder einfachem Lagerraum sind 20.000 bis 30.000 € eine realistische Größenordnung.
Teurer wird es, wenn der Schornstein saniert werden muss, ein alter Öltank ausgebaut wird oder kein geeigneter Kellerraum für das Lager da ist. Eine Ölheizung ist allerdings oft eine gute Ausgangslage: Der ausgebaute Tankraum lässt sich meist als Pelletlager nutzen.
Förderung für die Pelletheizung 2026
Pelletheizungen werden über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) bezuschusst. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Bedingungen. Viele Ratgeber nennen noch die alten Werte mit 30.000 € förderfähigen Kosten und 2.500 € Zuschlag für Biomasse. Beides gilt nicht mehr.
Baustein | Höhe | Bedingung |
|---|---|---|
Grundförderung | 30 % | für alle Antragsteller |
Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | selbst genutztes Haus; ersetzt wird eine Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung |
Einkommensbonus | 40 % / 30 % / 10 % | zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €; mit Kind steigen die Grenzen um 10.000 € |
Obergrenze | 70 %, bei niedrigem Einkommen 80 % | 80 % bis 30.000 € Einkommen, mit Kind bis 40.000 € |
Förderfähige Kosten | höchstens 28.000 € | für die erste Wohneinheit; sinkt ab 1. Februar 2027 alle sechs Monate um 750 € |
Quelle: KfW-Merkblatt 458, Stand September 2026.
Rechenbeispiel: Was Sie selbst zahlen
Angenommen, eine 25 Jahre alte Ölheizung wird durch eine Pelletheizung für 26.000 € ersetzt, das Haus wird selbst bewohnt, und der Antrag geht vor Februar 2027 raus:
Fall | Fördersatz | Zuschuss | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
Grundförderung + Klimabonus | 46 % | 11.960 € | 14.040 € |
dazu Einkommen bis 40.000 € | 70 % (gedeckelt) | 18.200 € | 7.800 € |
dazu Einkommen bis 30.000 € | 80 % (gedeckelt) | 20.800 € | 5.200 € |
Antrag ab 1. Februar 2027, ohne Einkommensbonus | 42 % | 10.920 € | 15.080 € |
Das Datum des Antrags zählt, nicht das Datum des Einbaus. Ein halbes Jahr später kostet die gleiche Heizung im Beispiel rund 1.000 € mehr Eigenanteil.
Welche Bedingungen die Pelletheizung erfüllen muss
- Der Kessel muss auf der Liste förderfähiger Biomasseanlagen des BAFA stehen und eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von mindestens 81 % erreichen.
- Ein Pufferspeicher mit mindestens 30 Litern je kW Kesselleistung ist Pflicht, bei 15 kW also 450 Liter.
- Für geförderte Anlagen gilt ab Oktober 2027 ein strengerer Staubgrenzwert von 2,5 mg/m³. Wer jetzt kauft, fragt am besten gleich nach einem Kessel, der diesen Wert schon einhält.
- Eine Solaranlage, Photovoltaik oder Wärmepumpe für das Warmwasser ist keine Voraussetzung mehr. Diese Pflicht ist mit den neuen Förderbedingungen entfallen (Bundeswirtschaftsministerium, FAQ zur BEG).
Die Reihenfolge zählt: Vor dem Antrag muss ein Vertrag mit dem Fachbetrieb vorliegen, der die Förderung zur Bedingung macht. Er gilt also erst, wenn die Förderung bewilligt ist, oder er lässt sich sonst auflösen. Diesen Vertrag reichen Sie mit dem Antrag ein. Beginnen die Arbeiten vor dem Antrag, gibt es kein Geld.
Laufende Kosten: Pelletpreis, Wartung und Schornsteinfeger
Im Betrieb kostet eine Pelletheizung im Einfamilienhaus mit 140 m² derzeit rund 1.870 € im Jahr. Gerechnet ist mit demselben Beispielhaus wie in unseren anderen Heizungsratgebern: 12.600 kWh Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser.
Kostenpunkt | Pro Jahr | Annahme |
|---|---|---|
Pellets | ca. 1.430 € | 3,15 t × 454 €/t (Preis September 2026) |
Wartung | ca. 215 € | Durchschnitt für Pelletheizungen laut co2online |
Schornsteinfeger | ca. 100 – 200 € | zwei Kehrungen im Jahr, Messung alle zwei Jahre |
Strom für Zündung, Förderung und Pumpe | ca. 50 – 100 € | laut ADAC |
Summe | ca. 1.800 – 1.950 € | rund 150 bis 160 € im Monat |
Pelletbedarf nach DEPI: rund 0,25 kg Pellets je kWh Wärmebedarf. Pelletpreis: DEPI, September 2026, 6 t lose, inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung. Wartung: co2online, Mai 2026.
Pelletpreis 2026: ein Drittel teurer als im Vorjahr
Im September 2026 kostete die Tonne Pellets bei Abnahme von 6 t im Schnitt 454 €, in Nord- und Ostdeutschland 455 €. Ein Jahr zuvor waren es 335 €. Der Branchenverband nennt als Grund vor allem die schwache Baukonjunktur: Sägewerke schneiden weniger Holz, dadurch fallen weniger Späne für Pellets an. Mit dem Preis vom Vorjahr hätte das Beispielhaus nur rund 1.055 € für Pellets bezahlt.
Herstellerangaben, Pellets seien seit Jahren stabil im Preis, stimmen so nicht. Pellets sind günstiger als Öl und Gas, weil keine CO₂-Abgabe und keine Energiesteuer anfallen, aber auch ihr Preis schwankt. Die Monatswerte zeigen auch, wann sich der Einkauf lohnt: Im Juni 2026 kostete die Tonne 377 €, im Januar 405 €. Wer genug Lagerplatz hat, kauft besser außerhalb der Heizsaison.
Pelletheizung oder Wärmepumpe: der ehrliche Vergleich
Für das gleiche Beispielhaus mit 12.600 kWh Wärmebedarf ergeben sich mit den aktuellen Preisen diese Jahreskosten:
Heizung | Kosten pro Jahr | Grundlage |
|---|---|---|
Luft-Wasser-Wärmepumpe | ca. 1.070 € | Jahresarbeitszahl 3,4, Wärmepumpentarif 25 ct/kWh, Wartung |
Pelletheizung | ca. 1.870 € | Pelletpreis September 2026, Wartung, Schornsteinfeger, Strom |
Gas-Brennwertheizung | ca. 2.210 € | Neukundenpreis Oktober 2026, Wartung, Schornsteinfeger, Strom |
Herleitung der Wärmepumpe im Ratgeber Wärmepumpe Stromverbrauch, der Gasheizung im Ratgeber Neue Gasheizung: Kosten.
Gegenüber Gas ist der Abstand klein: Mit einem älteren Gasvertrag zum Durchschnittspreis von 2026 (11,93 ct/kWh) kostet die Gasheizung im Beispielhaus rund 1.950 € und liegt damit etwa gleichauf mit der Pelletheizung.
Eine gut eingestellte Wärmepumpe ist im Betrieb deutlich günstiger. Der Vorteil schrumpft, wenn sie mit normalem Haushaltsstrom läuft oder eine schlechte Jahresarbeitszahl erreicht, etwa weil das Haus dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen braucht. In solchen Häusern hat die Pelletheizung einen Vorteil: Ihr ist die Vorlauftemperatur egal. Ob Ihr Haus mit einer Wärmepumpe auskommt, prüft der Ratgeber Wärmepumpe für den Altbau ohne Fußbodenheizung.
Nachteile der Pelletheizung und worauf Sie achten müssen
- Platz: Für 15.000 kWh Wärmebedarf rechnet der Branchenverband mit rund 3,75 t Pellets im Jahr und etwa 5 m² Lagerfläche. Dazu kommen Kessel und Pufferspeicher.
- Brandschutz: In Niedersachsen braucht ein Lager mit mehr als 6,5 t Pellets einen eigenen Brennstofflagerraum mit feuerbeständigen Wänden und selbstschließender Tür (§ 11 Feuerungsverordnung). Pellet-Lagerräume müssen sich vor dem Betreten lüften lassen, am Zugang gehört ein Warnhinweis hin. In geschlossenen Lagern kann sich Kohlenmonoxid sammeln.
- Feinstaub: Holzfeuerungen in Haushalten verursachen laut Umweltbundesamt (Daten für 2020) rund 18 % der Feinstaubemissionen (PM2,5), vor allem durch Kaminöfen. Moderne Pelletkessel sind deutlich sauberer, verbrennen aber trotzdem Holz.
- Aufwand: Die Asche muss je nach Gerät einige Male im Jahr geleert werden, und der Schornsteinfeger kommt häufiger als bei Gas.
- Preisschwankungen: Wie 2026 zeigt, kann der Pelletpreis innerhalb eines Jahres um ein Drittel steigen.
Für wen sich eine Pelletheizung lohnt
Eine Pelletheizung lohnt sich vor allem im unsanierten oder teilsanierten Altbau mit hohem Wärmebedarf, in dem die Heizkörper hohe Vorlauftemperaturen brauchen. Besonders gut passt sie als Ersatz für eine Ölheizung, weil der Tankraum zum Pelletlager wird und der Klimabonus greift. Für ein Haus mit 3.000 Litern Heizöl im Jahr brauchen Sie etwa 6 t Pellets.
Weniger sinnvoll ist sie in gut gedämmten Häusern oder mit Fußbodenheizung. Dort arbeitet eine Wärmepumpe effizient und ist im Betrieb klar günstiger. Wer keinen trockenen Raum für das Lager hat oder sich nicht um Asche und Lieferungen kümmern will, ist mit einer Wärmepumpe ebenfalls besser beraten. Einen Überblick über alle Heizsysteme gibt der Ratgeber Heizung erneuern: Kosten und Förderung.
Darf man weiter mit Pellets heizen?
Ja. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, seit dem 29. Juli 2026 in Kraft, nennt die Heizung mit fester Biomasse ausdrücklich als eine der zulässigen Optionen beim Heizungstausch. Ein Enddatum für Pelletheizungen gibt es nicht. Für den Betrieb gelten die Grenzwerte der Kleinfeuerungsanlagenverordnung: Bei Anlagen, die ab 2015 errichtet wurden, sind das 0,02 g Staub und 0,4 g Kohlenmonoxid je Kubikmeter Abgas. Der Schornsteinfeger misst das jedes zweite Jahr. Eine regelmäßige Wartung gehört dazu, mehr im Ratgeber Heizungswartung.
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Mehr dazu: Regenerativ heizen · Kontakt
Häufige Fragen
Im Einfamilienhaus meist 20.000 bis 30.000 € inklusive Lager, Fördersystem, Pufferspeicher und Montage. Muss der Schornstein saniert oder ein Öltank ausgebaut werden, sind auch bis rund 38.000 € möglich. Die KfW fördert davon höchstens 28.000 €, die Grundförderung von 30 % bringt also bis zu 8.400 €.
Ja. Die KfW zahlt 30 % Grundförderung, im selbst bewohnten Haus beim Ersatz einer Ölheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung zusätzlich 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und bei niedrigem Einkommen bis 40 % Einkommensbonus. Insgesamt sind bis 70 %, bei sehr niedrigem Einkommen bis 80 % von höchstens 28.000 € möglich (Stand September 2026).
Nein. Die frühere Pflicht, eine Pelletheizung für den Klimabonus mit Solarthermie, Photovoltaik oder Wärmepumpe zu kombinieren, ist mit den Förderbedingungen vom Juli 2026 entfallen. Pflicht sind unter anderem ein Pufferspeicher mit 30 Litern je kW und ein Kessel von der BAFA-Liste.
Als Faustwert rund 0,25 kg je kWh Wärmebedarf. Ein Haus mit 12.600 kWh braucht etwa 3,2 t, eines mit 20.000 kWh rund 5 t. Wer bisher mit Öl heizt, rechnet mit etwa 2 kg Pellets je Liter Heizöl.
Im Einfamilienhaus mit 12.600 kWh Wärmebedarf rund 1.800 bis 1.950 € inklusive Pellets, Wartung, Schornsteinfeger und Strom. Grundlage ist der Pelletpreis vom September 2026 mit 454 € je Tonne.
Sie braucht Platz für Lager, Kessel und Pufferspeicher, die Anschaffung ist teurer als bei Gas, und der Pelletpreis schwankt. Dazu kommen Feinstaub, das Leeren der Asche und häufigere Schornsteinfegerbesuche.
In Häusern mit hohem Wärmebedarf und hohen Vorlauftemperaturen ja, besonders als Ersatz für eine Ölheizung. In gut gedämmten Häusern oder mit Fußbodenheizung ist eine Wärmepumpe im Betrieb meist deutlich günstiger.
Ein Enddatum gibt es nicht. Das Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt Pelletheizungen ausdrücklich. Die Anlage muss nur die Grenzwerte der Kleinfeuerungsanlagenverordnung einhalten, die der Schornsteinfeger alle zwei Jahre misst.


